Unser Engagement

Für ein lebenswertes Miteinander in den Quartieren.

Bezahlbare Mieten für Sozialimmobilien

Öffentlich geförderte Wohnungen bieten günstige Mieten aufgrund der damit verbundenen Mietpreisbindungen. Vor allem für die sozialen Wohnformen der GAG, beispielsweise Seniorenwohnhäusern, Wohngruppen und Mehrgenerationenwohnen, sind sie ein wichtiger Bestandteil der Kooperation. Um diese Mieten längerfristig oder erneut anzubieten, nutzt die GAG intensiv ein Programm des Landes Nordrhein-Westfalen – den Bindungserwerb – sowie die bestehenden Regelungen für die Bindungsverlängerung. Für die konkrete Umsetzung vor Ort arbeitet sie eng mit der Stadt Köln als Bewilligungsbehörde zusammen. Das Amt für Wohnungswesen bearbeitet die entsprechenden Anträge und unterstützt bei der Abstimmung mit dem Ministerium. Vom Bindungserwerb profitieren bereits 346 Wohnungen. Für sie begann im vergangenen Jahr die fünf- oder zehnjährige Mietpreisbindung. Dazu gehören das Mehrgenerationen-Wohnprojekt Ledo in Köln-Niehl, Rollstuhlwohnungen in Köln-Merheim, eine Demenz-WG in der Siedlung Buchheimer Weg in Köln-Ostheim sowie Seniorenwohnhäuser in den Stadtteilen Bilderstöckchen, Nippes, Raderthal, Flittard und Ossendorf. Vor Ort wurden Informationsveranstaltungen für die Mieterinnen und Mieter durchgeführt, außerdem erhielten sie Hilfestellungen bei der Beantragung des notwendigen Wohnberechtigungsscheins. In diesem und im kommenden Jahr können Bindungen für weitere mehr als 1.400 Wohnungen angekauft werden. Darüber hinaus wurden für mehr als 100 Wohnungen im vergangenen Jahr Anträge auf Bindungsverlängerung gestellt. Dabei handelt es sich um eine Demenz-WG und ein Seniorenwohnhaus in Köln-Stammheim sowie eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderung in Köln-Müngersdorf. Auch dort profitieren die Menschen für weitere zehn oder 15 Jahre von günstigen Mieten.

Wohnraumsicherung:
Gemeinsam Perspektiven erhalten

Die GAG steht seit jeher nicht nur für Wohnraum, sondern übernimmt auch Verantwortung für die Menschen, die in unseren Siedlungen und Quartieren leben. Mit der Wohnraumsicherung, die 2025 im Sozialmanagement etabliert wurde, setzt sie ein weiteres starkes Zeichen für soziales Engagement. Drei erfahrene Kollegen, die ihre Expertise in der Einzelfallhilfe als Fallmanager gezielt einbringen, begleiten Mieterinnen und Mieter, die aufgrund von Zahlungsverzug eine fristlose Kündigung erhalten haben. Mit großem Engagement setzen sie sich dafür ein, den Verlust der Wohnung zu verhindern. Das Pilotprojekt entstand in enger Kooperation mit dem Forderungsmanagement. Ziel ist es, nach Zustellung einer fristlosen Kündigung gemeinsam mit den Betroffenen Lösungen zu erarbeiten, um das Mietverhältnis zu erhalten. Dabei steht die individuelle Beratung im Mittelpunkt – sei es bei Mietrückständen oder bei der Vermittlung weiterführender Unterstützungsangebote. Eine weitere Zielgruppe sind Mieterinnen und Mieter, bei denen regelmäßig oder dauerhaft hohe Rückstände auflaufen. Hier sollen bereits im Vorfeld einer fristlosen Kündigung gemeinsam mit den Betroffenen Ursachen ermittelt und Lösungen entwickelt werden. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Schuldnerberatungen und anderen sozialen Beratungsstellen. Durch diese Kooperationen kann den Mieterinnen und Mietern schnelle und unbürokratische Hilfe angeboten werden. Zudem pflegen die Kollegen einen engen Kontakt zu den Jobcentern, um rasch reagieren zu können, wenn Zahlungsrückstände auf ausbleibende Transferleistungen zurückzuführen sind. Die ersten Ergebnisse sprechen für sich: In mehr als 60 Prozent der begleiteten Fälle konnte 2025 eine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden werden. Das bedeutet nicht nur den Erhalt des Wohnraums für die Mieterinnen und Mieter, sondern auch eine nachhaltige Sicherung der Mietverhältnisse und damit der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmens.

Neuer Belegungsrechtsvertrag

Mit dem neuen Belegungsrechtsvertrag (BLV), der im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Stadt Köln ausgehandelt wurde, stärkt die GAG nachhaltig ihren sozialen Auftrag. Der bisherige BLV gilt noch bis Ende 2026, am 01. Januar 2027 tritt der neue Vertrag in Kraft und bildet die Grundlage für eine weiterhin enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der GAG und der Stadt Köln. Im Rahmen des BLV stellt Kölns größte Vermieterin rund 10.000 Wohnungen aus unserem Bestand – sowohl öffentlich geförderte als auch freifinanzierte – der Stadt zur Verfügung. Damit ermöglicht sie der Stadt Köln, Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder diese bereits erfahren mussten, ein sicheres Zuhause zu bieten. Gerade für Haushalte, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation auf dem freien Wohnungsmarkt kaum Chancen haben, ist der BLV ein wichtiger Rettungsanker. Über die Belegung entscheiden Sozialarbeiterinnen der GAG gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stadt in insgesamt 20 Arbeitskreisen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Dieses partnerschaftliche Vorgehen gewährleistet eine passgenaue und sozial ausgewogene Vergabe der Wohnungen, ohne die Stabilität in den Quartieren zu gefährden. Ziel ist es, die Integration der neuen Mieterinnen und Mieter zu fördern und das soziale Gefüge in den Nachbarschaften zu erhalten. Ein weiteres zentrales Element des BLV ist die effiziente Nutzung des Wohnraums: Wird eine Wohnung aus dem BLV-Bestand frei, hat die Stadt vier Monate Zeit, diese neu zu belegen. Gelingt dies nicht, kann die GAG die Wohnung eigenständig vergeben. So wird sichergestellt, dass Leerstände spätestens nach sechs Monaten beendet sind und wertvoller Wohnraum schnellstmöglich wieder genutzt wird. Der neue Belegungsrechtsvertrag leistet einen entscheidenden Beitrag zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit in Köln und unterstreicht die Rolle der GAG als sozial verantwortliches Wohnungsunternehmen – für eine lebenswerte, solidarische Stadtgesellschaft.

Imkern im Quartier

Bienen sind für unser Ökosystem unverzichtbar, aber ihr Fortbestand ist bedroht. Die GAG engagiert sich daher aktiv für den Schutz der Bienen und fördert Imkerprojekte in ihren Quartieren. In den Grünanlagen werden Bienenbeuten aufgestellt, die von engagierten Mieterinnen und Mietern betreut werden. Unterstützt werden die ehrenamtlichen Imkergruppen durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten, Imkergeschirr und fachliche Beratung. Besonders erfolgreich ist die Imkergruppe „Ostheimer Gold“ im Waldbadviertel in Köln-Ostheim, die seit 2018 aktiv ist und nicht nur die Bienenvölker, sondern auch die Entwicklung der Natur im Quartier beobachtet. Auch in der Kannebäckersiedlung in Köln-Humboldt/Gremberg wird in diesem Jahr ein neues Bienenvolk einziehen und eine weitere Imkergruppe gegründet. Darüber hinaus kooperiert die GAG mit dem Jugendzentrum „Die Villa“ in Köln-Volkhoven/Weiler, wo Workshops und professionelle Betreuung das Imkern für junge Menschen erlebbar machen. Diese Initiativen stärken das soziale Miteinander, fördern Umweltbildung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in den Siedlungen und Quartieren der GAG.

Schreibwerkstatt schafft Worte, die verbinden

Soziales Engagement bedeutet für die GAG auch, Räume für Begegnung, Kreativität und Gemeinschaft zu schaffen. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die Schreibwerkstatt für Seniorinnen und Senioren in der Seniorenwohnanlage Pohlmannstraße in Köln-Niehl, die seit 2018 fester Bestandteil des Engagements in den Quartieren ist. Unter der Leitung der erfahrenen Schreibcoachin Claudia Satory treffen sich die Teilnehmenden regelmäßig, um gemeinsam zu schreiben, zuzuhören und sich auszutauschen. Dabei ist die Schreibwerkstatt weit mehr als ein Kurs: Sie ist ein geschützter Raum, in dem Offenheit und Neugier zählen, nicht Vorkenntnisse oder literarisches Talent. Hier entstehen Anekdoten, Gedichte, kleine Erzählungen – und manchmal auch Freundschaften. Die Atmosphäre ist geprägt von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung für die Lebensgeschichten, die geteilt werden. Für viele ältere Menschen wird das Schreiben zu einem Anker im Ruhestand, gibt Struktur und ermöglicht neue Ausdrucksformen. Die Schreibimpulse, die Claudia Satory zu jedem Treffen mitbringt, regen dazu an, Erinnerungen, Gedanken und Gefühle zu Papier zu bringen. So entstehen Texte, die mal heiter, mal nachdenklich, mal überraschend leicht daherkommen – und immer authentisch sind. Die Schreibwerkstatt zeigt eindrucksvoll, wie soziale Projekte der GAG dazu beitragen, dass die Quartiere lebendige Orte des Miteinanders bleiben. Sie macht Mut, sich auszuprobieren, und beweist: Alter ist kein Stillstand, sondern ein Raum voller Geschichten und Möglichkeiten.

Natur erleben, Zukunft gestalten

Soziales Engagement und nachhaltige Bildung gehen bei der GAG Hand in Hand. Seit mehreren Jahren bereits unterstützt Kölns größte Vermieterin die Waldschule im Haus des Waldes auf Gut Leidenhausen in Porz-Eil – ein Projekt der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e. V. (SDW), das Kindern und Jugendlichen einzigartige Naturerfahrungen ermöglicht. Die Waldschule verfolgt das Ziel, das Bewusstsein für den Wert des Waldes und die Bedeutung des Naturschutzes zu stärken. Sie bietet Kölner Kindergartenkindern sowie Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, den Wald mit allen Sinnen zu erleben, Artenkenntnisse zu erwerben und ökologische Zusammenhänge zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die reine Wissensvermittlung, sondern vor allem das aktive Naturerlebnis und die Förderung der Sinneswahrnehmung. Neben der Unterstützung der Einrichtung ermöglicht es die GAG regelmäßig mehreren Grundschulklassen aus ihren Siedlungen und Quartieren, mit dem Bus zur Waldschule auf Gut Leidenhausen zu gelangen. Die Kooperation mit der Waldschule ist ein fester Bestandteil des sozialen Engagements der GAG. Sie leistet damit einen Beitrag zur Umweltbildung und zur Chancengleichheit in der Stadtgesellschaft. Denn nur wer die Natur erlebt und versteht, wird sich auch in Zukunft für ihren Schutz einsetzen.

Kunst öffnet Türen

Seit 2015 verbindet die GAG und das renommierte Museum Ludwig eine erfolgreiche Partnerschaft, die weit über klassische Kulturförderung hinausgeht. Das gemeinsame Ziel: Kindern und Jugendlichen aus Siedlungen und Quartieren der GAG den Zugang zu Kunst und kultureller Bildung zu ermöglichen. Kunst hat die Kraft, Menschen zu bewegen, zu inspirieren und neue Perspektiven zu eröffnen. Sie spricht ohne Worte und überwindet soziale und kulturelle Unterschiede. In der Auseinandersetzung mit Kunst entdecken Menschen neue Fähigkeiten und erleben eine Stärkung ihrer Persönlichkeit. Genau hier setzt unsere Kooperation an. Im Rahmen der Zusammenarbeit erhalten 19 Schulklassen aus GAG-Quartieren die Möglichkeit, kostenlos an Workshops im Museum Ludwig teilzunehmen. Für viele Mädchen und Jungen ist dies die erste Gelegenheit, ein Kunstmuseum zu besuchen und sich spielerisch mit bildender Kunst auseinanderzusetzen. Diese Erfahrungen fördern nicht nur die Kreativität, sondern auch das Selbstbewusstsein und die soziale Kompetenz der Kinder. Dadurch werden neue Perspektiven eröffnet und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Köln ist es ein wichtiges Anliegen, Barrieren abzubauen und kulturelle Teilhabe für alle zu ermöglichen.

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