Nachhaltigkeitsbericht 2024
Soziale Verantwortung, Klimaschutz sowie der Ausbau erneuerbarer Energien gehen bei uns Hand in Hand und prägen die Schwerpunkte unseres Nachhaltigkeitsberichts für das Jahr 2024.
Ziel der Berichterstattung
Unser Nachhaltigkeitsbericht basiert auf den EU-Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die für mehr Offenheit und Nachvollziehbarkeit im unternehmerischen Handeln sorgt. Hier werden zentrale Ziele, konkrete Maßnahmen sowie Fortschritte im Bereich Umwelt, Soziales und Governance dargestellt. Darüber hinaus zeigen wir aktuelle Entwicklungen, zukünftige Herausforderungen und Chancen im Kontext nachhaltiger Unternehmensführung.
Der Bericht macht transparent, wie Nachhaltigkeit bei uns gelebt und stetig weiterentwickelt wird.
Als PDF zum Download
Die soziale Verantwortung als Arbeitgeberin
Eine nachhaltige und zukunftsorientierte Personalstrategie ist die Grundlage, um unsere Mitarbeitenden gezielt zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Dafür verbessern wir kontinuierlich unsere Arbeitsbedingungen und schaffen ein positiv-motivierendes Arbeitsumfeld, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht.
Wir fördern Chancengleichheit und setzen auf ein ausgewogenes Team, das geschlossen am gemeinsamen Erfolg arbeitet. Besonders stolz sind wir auf unseren Vorstand, der zu 100 % weiblich besetzt ist und Diversität sichtbar vorlebt.
Weiterbildung, faire Arbeitsbedingungen und umfassende Sozialleistungen sind feste Bestandteile unserer Personalstrategie. Sie stärken die fachliche und persönliche Entwicklung aller Kolleginnen und Kollegen.
Wir übernehmen gerne Verantwortung für unsere Mitarbeitenden – mit starken Benefits, flexiblen Arbeitszeiten, sozialen Zusatzleistungen und gezielten Weiterbildungsangeboten.
THG-Emissionen und Klimaschutz
Klimaschutz ist ein wesentlicher Teil unserer täglichen Arbeit. Hier zeigen wir, wo wir im Jahr 2024 standen, welche Ziele wir bis 2045 verfolgen und wie wir kontinuierlich Emissionen bis hin zur Klimaneutralität senken.
Der Klimapfad der GAG zeigt den Weg zur vollständigen Dekarbonisierung unserer Bestände. Wir haben uns klare Ziele gesetzt, um Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu priorisieren und einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Die Umsetzung erfolgt Schritt für Schritt, orientiert sich an fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen und erfüllt international gültige Vorgaben wie die 1,5-Grad-Konformität aus dem Pariser Klimaabkommen. Damit liegen wir über den Anforderungen der nationalen Gesetzgebungen zur Klimaneutralität in Deutschland.
Die Kennzahlen zeigen, wo effiziente Hebel liegen und welche Maßnahmen besonders wirksam sind. Auf ihrer Basis sehen wir schnell, wie sich Investitionen auszahlen, können Prioritäten setzen und unsere Fortschritte verständlich darstellen.
Wir investieren in energetische Sanierungen, den Ausbau erneuerbarer Energien und moderne Heiztechnik. Außerdem fördern wir nachhaltige Mobilität und sensibilisieren unsere Mieterinnen und Mieter für Klimaschutz im Alltag. Mit diesen Maßnahmen gestalten wir gemeinsam eine lebenswerte und klimafreundliche Zukunft.
Wichtige Kennzahlen
Für 2024 haben wir 105.245 t CO₂ Äquivalente (=Treibhausgase) ausgestoßen. Die Emissionen entstehen hauptsächlich durch die Raumwärme, den Verbrauch von Warmwasser sowie den benötigten Strom der Gebäude und unserer Mietenden.
Mit diesen Zahlen können wir die fortlaufende Reduzierung unserer Emissionen in Gebäuden und Jahren direkt vergleichen und schaffen eine verlässliche Datenbasis für unsere Ziele und Entscheidungen.
Wärmepumpen als wesentlicher Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie
Wärmepumpen leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der THG-Emissionen und zur Verbesserung der Energieeffizienz unserer Gebäude. Sie nutzen, wenn verfügbar, Strom aus Photovoltaikanlagen und werden bei Bedarf durch zusätzlichen Ökostrom aus erneuerbaren Quellen versorgt. Wir integrieren die klimafreundliche Technologie nicht nur in Neubauten, sondern ersetzen auch auslaufende Gasheizungen durch moderne Wärmepumpensysteme.
Sie tragen wesentlich dazu bei, unsere Klimaziele bis 2045 zu erreichen.
Ausbau erneuerbarer Energien
Photovoltaik (PV) wandelt Sonnenlicht direkt in Strom um und macht aus den Dächern unserer Gebäude dezentrale Energiequellen. Wir bauen PV-Anlagen auf Neubauten und Bestandsdächern aus, um vor Ort grünen Strom zu erzeugen und Kosten sowie THG-Emissionen zu reduzieren.
Unsere 244 PV-Anlagen entsprechen der Fläche eines kleinen Stadtparks. Ihre Gesamtleistung lag bei 5.683 kWp. Mit dieser Energie könnte man 835-mal die Erde mit dem E-Auto umrunden – oder aber etwa 1.937 Haushalte mit Strom versorgen.
Während umweltfreundliche Solartechnologie bei unseren Neubau- und Modernisierungsvorhaben schon länger zum Standard gehört, bringen wir die nachhaltigen PV-Anlagen auch auf immer mehr Dächer unserer Bestandsquartiere. Zum Beispiel im Waldbadviertel in Ostheim.
Energetische Modernisierung und Energieeffizienz
Unsere energetischen Modernisierungen verbinden technische Erneuerungen mit nachhaltigen Quartierslösungen, um Energieverbrauch und THG Emissionen zu senken und gleichzeitig Wohnkomfort und Bezahlbarkeit zu sichern.
Auch in 2024 haben wir die Dekarbonisierung unserer Bestände im Rahmen unserer Portfoliostrategie erfolgreich vorangetrieben und insgesamt 743 Wohnungen modernisiert.
In Chorweiler-Mitte schritten die Modernisierungsmaßnahmen unermüdlich voran – einschließlich neuer Fenster, einer Fassadendämmung, optimierter Heizanlagen und dem Anschluss an das Fernwärmenetz.
Klimawandelanpassung
Die Anpassung unserer Immobilien an die Folgen des Klimawandels ist genauso wichtig wie die aktive Eindämmung des Klimawandels selbst. Gegen Überflutung, Sturmschäden und Überhitzung haben wir in 2024 wieder umfangreiche Maßnahmen im Rahmen von Neubauprojekten realisieren können. Im Folgenden eine Auswahl der umgesetzten Maßnahmen:
Bodengutachten sind ein wesentlicher Baustein im Vorsorge und Planungsprozess unserer Neubauprojekte. Sie reduzieren Überflutungsrisiken, indem sie Gefahrenzonen, Boden- und Versickerungseigenschaften sowie Grundwasserstände bewerten. Daraus können wir konkrete bauplanerische Maßnahmen ableiten.
Eine sichere Befestigung bzw. Beschwerung von Dachaufbauten verhindert, dass der Windunterdruck, also der Sog, sie anhebt. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von Sturmschäden an tragenden Konstruktionen oder technischen Aufbauten.
Rollläden und Sonnenschutzverglasung halten einen Großteil der Sonnenwärme aus der Wohnung, senken die Raumtemperatur und reduzieren damit den Bedarf an Klimatisierung.
Dachbegrünungen können einen großen Teil des Jahresniederschlags speichern, binden Treibhausgase aus der Luft und verbessern somit das Stadtklima. Außerdem reduzieren sie den Regenabfluss und verringern die Gefahr von Überschwemmungen.















