Nachhaltigkeitsbericht 2025
Soziale Verantwortung, Klimaschutz, Ausbau erneuerbarer Energien sowie verantwortungsvolle Unternehmensführung gehen bei uns Hand in Hand und prägen die Schwerpunkte unseres Nachhaltigkeitsberichts für das Jahr 2025.

Ziel der Berichterstattung
Unser Nachhaltigkeitsbericht basiert auf den EU-Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die für mehr Offenheit und Nachvollziehbarkeit im unternehmerischen Handeln sorgt. Hier werden zentrale Ziele, konkrete Maßnahmen sowie Fortschritte im Bereich Umwelt, Soziales und Governance dargestellt. Darüber hinaus zeigen wir aktuelle Entwicklungen, zukünftige Herausforderungen und Chancen im Kontext nachhaltiger Unternehmensführung.
Der Bericht macht transparent, wie Nachhaltigkeit bei uns gelebt und stetig weiterentwickelt wird.
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Highlight-Themen aus dem
Berichtsjahr 2025
Ein GAG-Herzensprojekt - Kreislaufwirtschaft in Stammheim
Auf dem Gelände der ehemaligen Kirche St. Johannes der Evangelist in Köln-Stammheim haben wir 2025 den Rückbau des Kirchengebäudes erfolgreich abgeschlossen. Von Beginn an stand fest, dass wir den Abriss im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft als wertvolle Rohstoffquelle nutzen.
Bis Ende 2027 entsteht auf dem Areal ein neues Quartier, das soziale Angebote und ökologische Nachhaltigkeit konsequent verbindet. Beim Bau der 54 öffentlich geförderten Wohnungen, einer viergruppigen Kita sowie eines neuen Jugendzentrums setzen wir konsequent auf QNG-konforme Materialien (QNG = Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude).
Nachhaltiges Quartier als Leitbild
Das neue Quartier in Stammheim wird klimaresilient, ressourcenschonend und alltagstauglich. Geplant sind unter anderem:
- Photovoltaikanlagen,
- Dach- und Fassadenbegrünung,
- Ökoinseln,
- Zisternen zur Regenwassernutzung,
- Baumschutzmaßnahmen und
- überdachte Fahrradstellplätze.
Rückbau mit Kreislaufgedanken
- Über 300 Tonnen Klinker wurden durch einen externen Partner aufbereitet und für den Bau neuer Gebäude wiederverwertet.
- Dadurch konnten wir zertifiziert ausgewiesene 50.279 kg CO₂ einsparen. Um diese Menge an Emissionen in einem Jahr natürlich zu binden, bräuchte man einen Wald mit rund 4.000 ausgewachsenen Buchen.
- Weitere Materialien wie Schotter, Metalle, Beton, Stein und Glas gingen ebenfalls in den Recyclingkreislauf. So konnte ein Großteil des Kupferdachs ebenso verwertet werden wie der Schotter, der als RCL-Material (Recycling-Baustoffe aus mineralischen Reststoffen) aufbereitet wurde.
Die Verantwortung für unsere Umwelt
Mit energetischen Sanierungen, dem Einsatz erneuerbarer Energien und der klimafreundlichen Gestaltung unserer Quartiere arbeiten wir aktiv daran, umweltbewusstes Wohnen in unserer Herzensstadt möglich zu machen. Denn ein gesunder Planet und funktionierende Ökosysteme sind in unserer Unternehmensstrategie fest verankert und die Grundlage unseres unternehmerischen Handelns.
Nachhaltige Mobilität in unseren Quartieren
Seit Anfang 2023 kooperieren wir mit den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB), um die Mobilität in unseren Quartieren nachhaltig zu verbessern. So befinden sich auf unseren GAG-Grundstücken mittlerweile 11 Leihfahrradstationen, die gemeinsam bereits über 7.200 Ausleihen verzeichnen.
Die Stationen stehen nicht nur unseren Mieterinnen und Mietern, sondern allen registrierten Nutzerinnen und Nutzern der KVB offen.
Im Fokus liegen bisher vor allem Quartiere, die noch nicht an das KVB-Radnetz angeschlossen sind. Mit dem sukzessiven Ausbau dieser Stationen wollen wir den Menschen in unseren Quartieren das Pendeln zur Arbeit genauso wie die allgemeine Mobilität erleichtern.
Teilweise entstehen dabei auch ganze Mobilitätshubs mit kombinierten Mobilitätsangeboten.
Energetische Modernisierung und Energieeffizienz
Wohnungs- und Energiewirtschaft sind für uns ebenso untrennbar miteinander verbunden wie Versorgungssicherheit und aktiver Klimaschutz. Zur Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung setzen wir daher auf eine passgenaue Strategie: Neben dem Umstieg auf Fernwärme ist der Einsatz von Wärmepumpen unser wichtigster Baustein zur Einhaltung des Klimapfads.
Durch die Ausstattung weiterer Mietobjekte mit Wärmepumpen im vergangenen Jahr versorgen wir zum Stand Ende 2025 insgesamt 795 unserer Mietobjekte mit der klimafreundlichen Technologie.
Noch liegt dabei ein weiter Weg vor uns. Bezogen auf unseren Gesamtbestand von über 46.000 Mietobjekten stehen wir mit einer Wärmepumpen-Quote von 1,7 % am Anfang einer langfristigen und zukunftsweisenden Entwicklung.
Wie die praktische Umsetzung dieser Strategie im Detail aussieht und welche wertvollen Lehren wir aus einem Großprojekt in der Tacitusstraße gezogen haben, erfahren Sie hier im Interview.
THG-Emissionen und Klimaschutz
Wir erfassen unsere THG-Emissionen nach dem internationalen Standard des GHG-Protocols. Im Jahr 2025 lag unser marktbezogener gesamter THG-Ausstoß in Scope 1, 2 und 3 bei insgesamt 136.956 Tonnen. Im Vorjahr betrug dieser Wert 155.036 Tonnen.
Unser Ziel ist klar: Wir wollen unsere Emissionen kontinuierlich reduzieren und unseren Gebäudebestand bis 2045 vollständig dekarbonisieren. Darüber hinaus orientieren wir uns an dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens.
- Scope 1: Emissionen aus unseren eigenen, direkten Quellen
- Scope 2: Emissionen durch eingekauften Strom und Wärme
- Scope 3: Alle weiteren Emissionen – vom Bau unserer Gebäude bis zum Stromverbrauch unserer Mieterinnen und Mieter
THG-Intensität als Steuerungskennzahl
Um unsere Fortschritte für die Dekarbonisierung des Gebäudebestands kontinuierlich zu messen, hat sich die THG-Intensität als zentrale Steuerungskennzahl etabliert. Sie gibt an, wie viele Kilogramm an Treibhausgasen pro Quadratmeter Wohnfläche für Raumwärme, Warmwasser und Allgemeinstrom über den gesamten Bestand hinweg entstehen und wird klimabereinigt ausgewiesen. Sie fokussiert sich somit auf die zentralen Emissionskategorien aus Scope 1 und 2 und ist für die Steuerung unserer Dekarbonisierungsmaßnahmen maßgeblich.
Die soziale Verantwortung als Arbeitgeberin
Eine nachhaltige und zukunftsorientierte Personalstrategie ist die Grundlage, um unsere Mitarbeitenden gezielt zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Dafür optimieren wir kontinuierlich unsere Arbeitsbedingungen und schaffen ein positiv-motivierendes Arbeitsumfeld, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht.
Vielfalt und Chancengleichheit als GAG-Motor
Wir entwickeln unsere Personalstrategie stetig weiter, um allen Kolleginnen und Kollegen ein Arbeitsumfeld zu bieten, in dem Wertschätzung und individuelle Entwicklung Hand in Hand gehen – unabhängig ihres Geschlechts oder anderer Identitätsmerkmale und Hintergründe.
Die Zahlen aus 2025 motivieren uns, diesen Weg auch in 2026 konsequent weiterzugehen. Besonders stolz sind wir darauf, dass der Frauenanteil in Führungspositionen im Vergleich zum Vorjahr um weitere 8 Prozent gestiegen ist. Zudem wird sowohl unser Vorstand als auch die Geschäftsführung der GAG Servicegesellschaft vollständig von Frauen geführt.
Mitarbeiterfürsorge
Wir geben nicht nur über 100.000 Menschen ein echtes Zuhause, sondern bieten auch mehr als 600 Kolleginnen und Kollegen eine berufliche Heimat.
Dafür fördern wir unsere Mitarbeitenden mit einem umfassenden Angebot an Sport- und Gesundheitsleistungen, die von fachlichen Tipps und Aktionstagen bis hin zu bezuschussten Sportangeboten reicht.
Mit eigenen Fitnessgeräten, Kursen und der Kooperation mit Urban Sports schaffen wir ein Umfeld, das die physische und mentale Fitness unserer Mitarbeitenden nachhaltig stärkt.
In 2025 haben wir im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements insgesamt 15 verschiedene Sport- bzw. Gesundheitsmaßnahmen umsetzen können.
Vielfalt als Grundpfeiler
Vielfalt ist für uns mehr als eine Quote. Wir verstehen sie als das Fundament unserer Unternehmenskultur, die wir mit fairen Arbeitsbedingungen, umfassenden Sozialleistungen und regelmäßigen Weiterbildungen aktiv prägen.
Schließlich wissen wir: Nur in einem Umfeld, in dem jeder Mensch er oder sie selbst sein kann, können wir als GAG erfolgreich bleiben.
Ein klares Zeichen für unsere Haltung zu Toleranz, Akzeptanz und Inklusion haben wir mit unserer Teilnahme am CSD 2025 in Köln gesetzt.
Die verantwortungsvolle Unternehmensführung
Gute Governance entsteht dort, wo klare Standards, nachvollziehbare Verfahren und gelebte Verantwortung zusammenkommen. Mit verbindlichen Regelwerken, unabhängigen Meldestellen und regelmäßigen Schulungen schaffen wir ein Umfeld, das Risiken reduziert und Vertrauen stärkt.