Pressemitteilung vom 10.06.2026

Wohnungsbau in schwierigem Marktumfeld
Das vergangene Geschäftsjahr war für die GAG Immobilien AG wie für die gesamte Wohnungswirtschaft ein weiteres Jahr mit großen Herausforderungen. „Die immens gestiegenen Kosten in allen Bereichen, der Mangel an verfügbaren Fachfirmen und -leuten sowie die steigenden Zinsen waren auch im vergangenen Jahr die großen Hürden bei der Schaffung von nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum in der Stadt. Und sie sind es weiterhin“, fasst GAG-Vorständin Anne Keilholz die Lage zusammen. Gleichzeitig besteht eine hohe Notwendigkeit nach Investitionen, vor allem in der Modernisierung, um die vorgegebenen Klimaschutzziele zu erreichen.
Trotz dieser Herausforderungen hat Kölns größte Vermieterin auch das vergangene Jahr mit positiven Zahlen abgeschlossen. Das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, stieg auf 173,3 Millionen Euro, das Konzernergebnis betrug 39,9 Millionen Euro. „Ein äußerst respektables Ergebnis, das auf dem Niveau des Vorjahres liegt“, sagt Anne Keilholz.
Und erneut hat Kölns größte Vermieterin nachhaltige Impulse auf dem Kölner Wohnungsmarkt gesetzt. 605 Wohnungen wurden im vergangenen Jahr fertig gestellt: 328 im Neubau, davon 189 öffentlich gefördert, und 277 nach abgeschlossener Modernisierung. Davon sind nahezu alle, nämlich 253, ebenfalls öffentlich gefördert. Weitere 1.604 Wohnungen im Neubau und in der Modernisierung befanden sich Ende 2025 in ganz Köln im Bau. Bei der Mehrzahl dieser Projekte entsteht öffentlich geförderter Wohnraum. „Wieder einmal ist es die GAG, die Treiber und Motor bei der Schaffung von preiswertem und vor allem öffentlich gefördertem Wohnraum in Köln ist“, betont Christian Eiff, seit Anfang Juni neu im GAG-Vorstand und verantwortlich für die Bereiche Technik und Immobilienmanagement.
Zu den im vergangenen Geschäftsjahr ganz oder nahezu fertiggestellten Projekten zählen unter anderem SechtM in Köln-Raderberg, der erste Baustein für die Parkstadt Süd, die Kieler Straße in Köln-Mülheim, die Wiesdorfer Straße in Köln-Stammheim, die Gummersbacher Straße in Köln-Deutz (Fertigstellung Q3 2026) oder ein weiteres Karree im Norden von Köln-Kalk. Wichtige Impulse gab es auch für den Stadtteil Chorweiler, wo sich die energetische Modernisierung der 2016 übernommen Bestände auf der Zielgeraden befindet. Und im Stadtteil Roggendorf/Thenhoven wächst an der Baptiststraße ein neues Quartier heran, das die GAG in Zusammenarbeit mit der Deutsche Reihenhaus AG errichtet.
Alle diese Neubau- oder Modernisierungsvorhaben zeichnet ein sehr hohes Maß an Nachhaltigkeit und klimaschonenden Aspekten aus. Bei der Wärmeversorgung setzt die GAG nach wie vor auf Wärmepumpen oder Fernwärme, auch wenn das neue Gebäudemodernisierungsgesetz im Fall eines Inkrafttretens den Einbau fossiler Heizungssysteme im Falle eines Inkrafttretens wieder ermöglichen würde. „Das erschwert allerdings das Erreichen der Klimaziele im Gebäudesektor und steht im Spannungsfeld zum Klimaschutzgesetz. Außerdem ist die Entwicklung des CO2-Preises und der Kosten für fossile Brennstoffe aufgrund geopolitischer Einflüsse überhaupt nicht absehbar. Und diese Unsicherheiten würden unsere Mieterinnen und Mieter bezahlen“, begründet Anne Keilholz die Beibehaltung eines nachhaltigen Kurses bei der Wärmeversorgung.
Die Gesamtsumme aller in 2025 getätigten Investitionen betrug rund 166,2 Millionen Euro. Investitionen in Neubau und Modernisierung sowie die laufende und periodische Instandhaltung zusammen ergaben rund 245 Millionen Euro. „Das ist eine Summe, die wir gerade in diesen Zeiten nicht ausdrücklich genug betonen können“, sagt Christian Eiff.
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 verfügte die GAG über 46.279 Wohnungen und 159.000 Quadratmeter Gewerbeflächen mit einer Wohn- und Nutzfläche von insgesamt rund 3,2 Millionen Quadratmetern. Die Durchschnittsmiete lag bei 8,08 Euro pro Quadratmeter und damit wie in den Vorjahren deutlich unter dem Kölner Mittelwert. Mit Instandhaltungsaufwendungen von 24,50 Euro pro Quadratmeter (Gesamt: 79,1 Millionen Euro) liegt die GAG erneut im oberen Bereich der deutschen Wohnungsunternehmen.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
| Konzernergebnis TEUR | 39.947 |
| EBITDA TEUR | 173.258 |
| Eigenkapital TEUR | 921.210 |
| Eigenkapitalquote % | 24,0 |
| |
| Investitionen TEUR | 166.205 |
| Wohnungen | 46.279 |
| Gewerbe Tm² | 159 |
| Wohn-/Nutzfläche Tm² | 3.238 |
| mtl. Sollmiete EUR/m² | 8,08 |
| Instandhaltungsaufwendungen EUR/m² | 24,50 |
GAG Immobilien AG