Auf Spurensuche im Veedel

Am 12. und 13. September 2026 lädt der Tag des offenen Denkmals dazu ein, Kölns Geschichte neu zu entdecken. Die GAG ist mit drei Rundgängen durch ihre historischen Siedlungen dabei.

Historisches Foto einer Häuserreihe der Siedlung Bickendorf I in Bickendorf
24.08.2026

Tag des offenen Denkmals 2026

Der Tag des offenen Denkmals Köln ist jedes Jahr eine besondere Einladung, hinter vertraute Fassaden zu blicken und Orte zu entdecken, die sonst kaum zugänglich sind. Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September 2026, öffnen wieder zahlreiche Denkmale ihre Türen und machen die 2.000-jährige Stadtgeschichte unmittelbar erlebbar. Die GAG ist mit ihren historischen Siedlungen die größte Denkmalhalterin in Köln und unterstützt den Tag des offenen Denkmals bereits seit vielen Jahren – auch mit Führungen durch diese Siedlungen. In diesem Jahr stehen drei Rundgänge mit dem Historiker André Dumont auf dem Programm.

Ein Wochenende für Kölner Stadtgeschichte

In Köln findet der Tag des offenen Denkmals mittlerweile an zwei Tagen statt: am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September 2026. Zahlreiche Führungen, Rundgänge, Vorträge und weitere Veranstaltungen laden unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ dazu ein, Denkmalorte neu zu sehen. Rund 9.500 Denkmale erzählen von der Geschichte der Stadt, von Alltagsleben und großen Umbrüchen – und viele davon stehen in unmittelbarer Nachbarschaft zu GAG-Siedlungen.

Für die GAG ist das Engagement beim Denkmaltag eng mit ihrem Bestand verbunden: Historische Siedlungen sind nicht nur Gebäude, sondern Teil gewachsener Nachbarschaften. Bei den drei Rundgängen macht André Dumont anschaulich, wie sich Wohnen, Infrastruktur und Stadtentwicklung über Jahrzehnte verändert haben.

Rosenhofsiedlung Bickendorf: Geschichte einer Siedlung

Den Auftakt bildet die Führung durch die Rosenhofsiedlung in Bickendorf am Samstag, 12. September 2026, von 15.30 bis 17.30 Uhr. Treffpunkt: Vor Haus Akazienweg 141 in 50827 Köln. Hier erleben die Teilnehmenden, wie aus einer historischen Siedlung ein moderner Wohnort mit langer Geschichte geworden ist. André Dumont zeigt, wie die Architektur der Rosenhofsiedlung auf frühere Wohnbedürfnisse reagiert hat und welche Spuren der Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner hinterlassen hat. Wer in Bickendorf lebt oder dort unterwegs ist, bekommt so ein neues Gefühl für die eigene Umgebung – und versteht, warum diese Siedlung ein wichtiger Teil der Kölner Denkmallandschaft ist.

Platz "Am Rosenhof" in der heutigen Platz

Germaniasiedlung Höhenberg: Wohnen im Wandel

Weiter geht es am Sonntag, 13. September 2026, von 10.30 bis 12.30 Uhr in der Germaniasiedlung in Höhenberg. Treffpunkt: Gothaer Platz (an der Frankfurter Straße), 51103 Köln. Die Führung verbindet Baugeschichte mit sozialen Fragen: Wie sah das Leben in der Germaniasiedlung früher aus, wie haben sich Wohnungen, Höfe und Straßen über die Jahrzehnte verändert? Unter dem Motto „NetzWERKE“ wird deutlich, wie eng Wohnen, Infrastruktur und Alltagswege hier zusammenhängen. Die Teilnahme bietet einen lebendigen Einblick in die Geschichte eines Quartiers, das vielen GAG-Mieterinnen und -Mietern vertraut ist – und zeigt, wie sich Stadtgeschichte direkt vor der Haustür abspielt.

Dabei besonders wichtig: Die GAG-Museumswohnung in der Germaniasiedlung ist am Samstag ebenfalls geöffnet. Sie ermöglicht einen unmittelbaren Blick in das frühere Wohnen in einer GAG-Siedlung: historische Ausstattung, alte Grundrisse und Alltagsgegenstände machen anschaulich, wie sich Wohnkomfort und Lebensgewohnheiten im Laufe der Zeit verändert haben. So wird Geschichte nicht abstrakt, sondern konkret und greifbar.

Modernisierte Häuser mit unterschiedlichen Fassaden in der Germaniasiedlung in Höhenberg
Foto: Ralf Berndt

Nibelungensiedlung und Grüner Hof Mauenheim: Denkmal und Infrastruktur

Den Abschluss bildet die Führung durch die Nibelungensiedlung und die Siedlung Grüner Hof in Mauenheim am Sonntag, 13. September 2026, von 15.30 bis 17.30 Uhr. Treffpunkt: Nordseite des Brunhildplatzes an der Neuen Kempener Straße. Hier steht die Verbindung von Siedlungsbau und Stadtstruktur besonders im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erfahren, wie die Nibelungensiedlung geplant wurde, welche Rolle Wege, Plätze und Versorgungsstrukturen spielen und warum sie heute als bedeutendes Denkmal gilt. André Dumont zeigt, wie sich aus einzelnen Häusern und Straßen ein ganzes Netzwerk entwickelt, das den Alltag der Menschen prägt – und damit perfekt zum diesjährigen Motto des Denkmaltags passt.

Historisches Foto der Nibelungensiedlung mit Zementfiguren aus der Nibelungensage

Weitere Infos zum Programm beim Tag des offenen Denkmals in Köln gibt es hier: Tag des offenen Denkmals | Kölnisches Stadtmuseum

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